Sanierung der Versöhnungskirche

Für die Versöhnungskirche steht eine umfangreiche technische Sanierung an.

Die Klosterruine Unterzell war nach dem 2. Weltkrieg schwer beschädigt.
In mehreren Etappen wurde aus der Ruine eine Kirche mit vielfältigem Gemeindeleben für jedes Alter.  Das heutige Gebäudeensemble mit Kirchenraum, weiteren Gemeinderäumlichkeiten und Garten sowie mit Bereichen einer Ruine ist zu einem Mahnmal für Frieden geworden.

Bauschäden

Die Bauschäden betreffen den sogannten Ringanker Dieser stabilisiert die Mauerkrone und damit das gesamte Bauwerk. Die Gesamtlänge beträgt 120 Meter. Im Lauf der Jahre ist Feuchtigkeit eingedrungen, sodass die in Beton eingelassene Stahlkonstruktion brüchig wurde. Die Sanierung ist für die Statik erforderlich.

Zudem weist das Flachdach  Undichtigkeiten auf. Das Randblech des Dachs wird besonders in kalten Monaten durch Sonneneinstrahlung erhitzt, so dass die unterschiedliche Materialausdehnung zu Ablösungserscheinungen führt. Mit der Zeit wird so die obere Lage der Bitumenabdichtung vom eingeklebten Blech getrennt. Dies führt zu Durchfeuchtungen im Dachrandbereich. Zur Sanierung soll die Kiesschüttung entfernt und auf der vorhandenen Abdichtung eine Kunststoffbahn verlegt werden.

Die letzte Sanierung der Klosterruine Unterzell liegt über 50 Jahre zurück. Für die  angestrebte Sanierung wurde dasselbe Architekturbüro Grellmann gewählt.

 

Bilderreihe der Bauschäden

Sanierungsarbeiten

Einrüstung 16.09.2022

Die Sanierungsarbeiten werden von den Firmen Fuchs (Erbachshof) und Göbel (Rimpar) ausgeführt. Insgesamt auf einer Länge von 120 Metern. Der westliche Teil der Kirche mit Innenhof, Kirchgarten und innerem Parkplatz wird in der Zeit September – Dezember 2022 saniert. Im Winter wird das Gerüst umgesetzt. In einem 2. Bauabschnitt soll 2023 der weitere Ringanker saniert werden.

Einrüstung 06.10.2022Einrüstung 07.10.2022Einrüstung 22.10.2022Einrüstung 22.10.2022Betonarbeiten (von Architekt Christian Firlus)Betonarbeiten (von Architekt Christian Firlus)Betonarbeiten (von Architekt Christian Firlus)Betonarbeiten (von Architekt Christian Firlus)Betonarbeiten (von Architekt Christian Firlus)Betonarbeiten (von Architekt Christian Firlus)Einrüstung am 27.10.2022Wannen mit BetonstückenTransport der Betonstücke

Nach dem Gerüstaufbau hat nun Firma Krämer von der Firmengruppe Göbel in der vergangenen Woche mit den Arbeiten am Ringanker, ganz oben beim Abschluss der Mauer, begonnen.

Sie erreichen den Kircheneingang sicher durch einen Tunnel, sie sehen es links im Bild.

Für diese Arbeiten wurde im August der Auftrag erteilt. Projektleiter ist Architekt Christian Firlus vom Büro GKT. Die Sanierung des Flachdaches soll jetzt im Herbst für das Jahr 2023 ausgeschrieben werden. Vorteilhaft ist, dass dann schon das erforderliche Gerüst stehen wird. Die gesamte Sanierungsmaßnahme ist sehr umfangreich.

2021 betrug -vor Ausschreibung der Arbeiten- die Kostenberechnung 650.000 Euro. Die tatsächlichen Kosten werden bei der Abrechnung der Arbeiten 2023 höher liegen.

Am Freitag, den 11.11. (Arbeitsschluss 17:00 Uhr) konnte erfreulicherweise  das Wegstemmen des alten Betons von Bauabschnitt 1 abgeschlossen werden.

Große Mengen Beton werden oben mit Schubkarren zum Aufzug gebracht. Bis zu 2 Tonnen schafft der Aufzug. Die Wannen mit alten Betonstücken werden auf den Radlader gezogen. Die Ladung kommt dann immer in einen großen Container, der abgeholt wird. Anfang nächster Woche wird immer noch  weggestemmter Beton von oben nach unten befördert.

Für den nächsten Arbeitsschritt kommen andere Arbeitskräfte der gleichen Firma Krämer. Sie haben schon Erfahrung, mit Wasser und einem extrem hohen Wasserdruck restlichen Beton von der Bewehrung also vom Stahl  zu lösen. Die bisherigen Arbeiter wurden bei der immer wieder stundenlangen Arbeit mit dem Pressluftgeräten sehr durch geschüttelt. Sie haben aber  offensichtlich auch großen Respekt vor der Arbeit mit den Hochdruckgeräten. 

Es wird dann das Verschalen mit Holz folgen. Dann wird der neue Beton kommen. Und immer ist es so, dass kein großes Fahrzeug direkt an die Kirche heranfahren kann.

Wir sind weiterhin sehr froh, dass wir bei unserer besonderen Lage der Kirche faire, gute Angebote bekommen haben.

Stand am 1. Dezember: Es wurde alter Beton beim Ringanker bis zur Bewehrung, d.h. bis zum Stahlkorb, durch Stemmen entfernt. Danach wurde der Ringanker verschalt. Es gibt nun eine neue  stärkere Betondeckung. Bei geeigneter Witterung wird nun die Betonsanierung des Bauabschnittes 1 noch vor den Weihnachtstagen durchgeführt. Um dies erreichen zu können, wurde zuletzt auch samstags gearbeitet.

Stand am 14. Januar: Es ist vorgesehen, wenn es die Witterung und die Temperaturen zulassen, nächste Woche ab Dienstag den frischen Beton anzuliefern und für den neuen Ringanker ganz nach oben zum Abschluss der Mauern zu bringen.

Die erforderliche Holzverschalung für das Ausgießen mit Beton ist fertig.

Danach wird Gerüst -wie berichtet- umgesetzt. Es kommt der kleinere Bauabschnitt 2  mit Betonsanierung  bei der östlichen Hälfte der Kirche. Daran anschließend ist die Sanierung des Flachdaches über dem Kirchenraum geplant.

 

Der Finanzierungsplan

Beschreibung Betrag
Gesamtsumme 650.000 €
    Unterstützung der Marktgemeinde Zell a. Main: 175.000 €
    Unterstützung der (kommunalen) Gemeinde Margetshöchheim 15.000 €
    Unterstützung der (kommunalen) Gemeinde Erlabrunn 5.000 €
    Finanzmittel der Ev. Landeskirche Bayern 250.000 €
    Unterstützung der Bayerischen Denkmalpflege
    Unterstützung der Kulturstiftung Unterfranken
    Unterstützung der Landesstiftung von Bayern
    Kirchengemeinde ca 150.000 €

 

Was bisher geschah

Die Spendenaktion steht nicht mehr am Anfang. Es gab schon Aktivitäten von Maxl-Bäck und Erlös aus einer Apfelsaftaktion, bei der Äpfel von Bäumen auf der Gemarkung Zell unter Beteiligung vieler helfender Hände verarbeitet wurden.

Auch Motivtassen, ein Büchlein zu Grabsteinen vom Kloster Unterzell, die Vermietung der Gemeinderäume und des Gartens für private Feste und Konzerte erbringen Erlöse und werden zum Erfolg unseres Spendenaufrufs beitragen.

Durch den Spendenbrief Herbst 2022 haben wir  7.243 Euro Spenden (Stand 11.12.) erhalten.

Herzlichen Dank! Es ist gerade ein ganz wichtiges Signal, dass wir im Blick auf den Erhalt der Versöhnungskirche viel schaffen können.

Es ist noch ein Stück Weges bis zum Ziel. Jede Spende zählt und ist willkommen. Das Ziel zu erreichen wird ein schönes Gemeinschaftsgefühl sein. Wir hoffen, dass Ihnen diese gute Sache, verbunden mit unterstützungswürdigen Überzeugungen, der Einsatz wert ist.

Spendenkonto

Ihre Spende erbitten wir unter Angabe des Stichwortes ‚Spende Versöhnungskirche‘ auf das folgende Konto: Ev. Kirchengemeinde Zell, Sparkasse Mainfranken, IBAN: DE61 7905 0000 0043 9830 14.
Vielen Dank für Ihren Beitrag, auch im Namen des Kirchenvorstandes.
Vertrauensfrau Irmtraut Tratz und Pfarrer Peter Fuchs